Heinrich Heine
Heinrich Heine war einer der bekanntesten deutschen Dichert der Romantik. Bekannt wurde er durch Gedichtbände wie "Buch der Lieder", "Romanzero" oder "Lamentationen." Er arbeitete jedoch auch als Lyriker, Satirist und Schriftsteller ( "Geschichte der neueren schönen Literatur"...), und ab 1831 arbeitet er als Journalist in Paris.
Heines Leben:
Wann genau er in Düsseldorf geboren wurde, kann man nur vermuten: Man nimmt an, dass er am 13.12.1797 das Licht der Welt erblickte, und nicht, wie in seiner Geburtsurkunde steht, 1799. Man taufte den neugeborenen Sohn des jüdischen Kaufmannes Samson Heine auf den Namen Harry, nach einem englischen Handelsfreund seines Vaters.
Harrys Kindheit wurde besonders von Napoleon geprägt, seine Jugend von seiner unglücklichen Liebe zu seiner Cousine Amélie.
Harry versuchte sich in einem Rechtstudium, das von einem reichen Onkel finanziert wird. Man nimmt an, dass in dieser Zeit, in der etwas zwielichten Beschäftigungen nachging, die Ursache für seine spätere tödliche Krankheit zu finden ist.
Im Jahre 1825 trat er zu dem christlich evangelischen Glauben über und wird in Heiligenstadt auf den Namen Christian Johann Heinrich getauft. Der Grund dafür waren die fast unüberwindbaren Schwierigkeiten, denen man als Jude in Deutschland begegnete, um einen juristischen Beruf ausüben zu dürfen.
1831 zieht er nach Paris. Seinen plötzlichen Ruhm verdankt er der Zeitung "Le Globe", die ihn als "berühmten Autor" willkommen heisst. Sofort öffnen sich ihm alle Türen der politischen und literarischen Salons. Er wird sowohl von Victor Hugo, Alfred de Vigny und Théophile Gauthier, als auch von Balzac und George Sand empfangen. Mit letzterer wird er nach einer kurzen Affäre sein Leben lang befreundet bleiben.
Heine fühlt sich in Paris "wie ein Fisch im Wasser", oder eher, wie er sagt "wenn man einen Fisch fragen würde wie es ihm geht, würde er antworten: wie Heine in Paris."
Seine anfangs nur unbedeutende Affäre mit Crescence Eugénie Murat, die er Mathilde nennt, endet in einer unglücklichen Ehe 1834. Sie kann weder lesen noch schreiben und wird nie wissen, dass ihr Ehemann ein grosser Dichter ist. Durch ihr ausschweifendes Leben wird sie ihn in noch grössere finanzielle Probleme bringen als die, die er seit seiner Kindheit schon zu bewältigen versucht. Als er sich eines Tages wieder auf eine Duell einlässt, heiratet er am Tag zuvor seine "Mathilde", um ihre Zukunft zu sichern.
Heines schon immer grosses soziales Engagement wird nach seiner Bekanntschaft mit Karl Marx noch gesteigert, was man vor allem in seiner Poesie erkennt..
Im Jahr darauf, 1835, wurden in Preußen die gesamten Schriften aller Juden in Deutschland verboten, davon waren auch Heines Werke betroffen. 1836 erhielt Heine von der französischen Regierung Emigrationsschutz. Im selben Jahr erkrankt er an Gelbsucht. Ab 1845 verschlechtert sich sein Gesundheitszustand zunehmend, doch allen Widrigkeiten zum Trotz arbeitet er 1848 dennoch als deutscher Berichterstatter über die Pariser Februarrevolution. Nach einem körperlichen Zusammenbruch diagnostiziert man bei Heine eine Rückenmarkschwindsucht
In den folgenden Jahren war er die meiste Zeit ans Bett gefesselt und arbeitet er an seinen Memoiren. In dieser Zeit lernt er seine letzte Liebe, "Mouche" kennen.
Er stirbt am 17.02.1856 3, avenue Matignon und wird 3 Tage später auf dem Friedhof von Montmartre beerdigt.

Heinrich Heines Grab
Wo wird einst des Wandermüden letzte Ruhstätte sein?
Unter Palmen in dem Süden,
Unter Linden an dem Rhein?
Werd ich wo in einer Wüste eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh' ich an der Küste
Eines Keeres in dem Sand?
Immerhin. Mich wird umgeben Gotteshimmel.
Dort wie hie und als Totenlampen
schweben nachts die Sterne über mir.
Eines der meistbesuchtesten Gräber auf dem Montmartre-Friedhof in Paris ist das von Heinrich Heine. Auf dem Grabstein sind seine eigenen, oben zitierten Verse eingemeißelt. Der schöne Marmorkopf eines dänischen Bildhauers ist erst später dazugekommen. In Auftrag gegeben wurde er von der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sissy), die ihn Heines Geburtsstadt Düsseldorf zum Geschenk machen wollte. Dort lehnte man dankend ab - die Kaiserin behielt ihn also und schmückte damit ihre Villa auf Korfu. Nach ihrem Tod kaufte Wilhelm II das Anwesen, wollte aber mit dem Kopf nichts zu tun haben - und so kam er schließlich nach Paris.