Ödön von Horváth



Ödön von Horváth ist am 9. Dezember 1901 im ungarischen Fiume (heute: Rijeka, Kroatien) geboren. Sein Vater ist der adlige ungarische Diplomate Dr. Edmund Josef Horváth. Wegen dessen Arbeit, reist die Familie Horvàth durch Europa. Ödon besucht zwischen 1907 und 1924 Schulen in Budapest, Wien und München, wo er sein Abitur macht und anschließend Germanistik an der Universität studiert. Nachdem er sein Studium absolviert hat, zieht er nach Berlin um, lebt aber auch Zeiten in Salzburg und in Murnau (Oberbayern). Dort fängt er an zu schreiben, insbesondere Theaterstücke, wie "Revolte auf Côte 3018", 1927 publiziert, die seine Hinwendung zur Volkskultur und politischen Geschichte Deutschlands zeigen. Aufgrund des Erstarkens der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, warnt Horváth in seinen Stücken zunehmend vor den Gefahren des Faschismus. 1930 veröffentlicht er den Roman "Der ewige Spießer". Ein Jahr später finden die Uraufführungen der bedeutendsten Theaterstücke Horváths - "Italienische Nacht" und "Geschichten aus dem Wienerwald" - in Berlin statt. Dadurch lernt Horvàth Carl Zuckmayer kennen und beide befreunden sich. Er erhält für "Geschichten aus dem Wienerwald" den Kleist-Preis. 1933 muss er nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten nach Wien übersiedeln, wo er weiterhin Theaterstücke und Romane schreibt. 1937 wird die Komödie "Figaro läßt sich scheiden" zum ersten Mal in Prag aufgeführt und der gegen die Diktatur gerichteten Roman "Jugend ohne Gott" wird in Amsterdam veröffentlicht. Nach dem "Anschluß" Österreichs emigriert Horváth nach Paris wo er am 1. Juni auf der Avenue Marigny während eines Gewitters von einem Ast erschlagen wird.



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