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Umfangreicher Wortschatz, idiomatisch sicheres Sprechen, Beachtung grammatischer Regeln – das alles ist keine Selbstverständlichkeit für Kinder, die in der Grundschule der Deutschen Abteilung aufgenommen werden. Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen, die sie mitbringen.
Einige haben Eltern, die beide deutsche Muttersprachler sind, mit ihren Kindern zu Hause nur deutsch sprechen und sich unter Umständen nur für eine kurze Zeit in Frankreich aufhalten. Andere haben einen deutschsprachigen Vater und eine frankophone Mutter, die untereinander und mit den Kindern überwiegend französisch sprechen, in den Ferien auch einmal zu Verwandten in ein deutschsprachiges Land reisen, aber doch so fest im französischen Umfeld verwurzelt sind, dass sie natürlicherweise selten miteinander deutsch sprechen. Noch einmal anders können die Rahmenbedingungen bei einer deutschsprachigen Mutter und einem frankophonen Vater sein oder auch bei Eltern, die als französische Muttersprachler längere Zeit in Deutschland gelebt haben, deren Kinder dort aufgewachsen sind und ein besonderes Interesse für die deutsche Sprache mitbringen.
Aus solchen höchst unterschiedlichen Rahmenbedingungen ergeben sich bei unseren Schülern vielfältige Abstufungen in der Fähigkeit, sich im Deutschen sprachlich und sachlich angemessen auszudrücken. Der Deutschunterricht muss einen Weg finden, darauf flexibel reagieren, und gleichzeitig so konzipiert sein, dass möglichst viele Schüler je nach ihren sprachlichen Möglichkeiten möglichst optimal gefördert werden. Sowohl Überforderung als auch Unterforderung sind zu vermeiden: Wer noch etwas Mühe hat, soll nicht unnötig unter Druck geraten oder sich abgehängt fühlen. Wer schon etwas weiter ist, sein Pensum bewältigt hat, soll nicht auf der Stelle treten müssen und aus Langeweile die Lust am Lernen verlieren. Kurz: Es kommt in allen Fällen darauf an, Defizite und Potenziale zu erkennen und darauf mit den passenden Lernschritten zu reagieren.
Die Deutsche Abteilung hat das Bestreben, die sprachlich zunehmend heterogenen Schüler differenziert zu fördern. Deshalb wird folgendes Konzept dauerhaft umgesetzt:
Mit Beginn der Grundschulzeit bietet die Deutsche Abteilung den Schülern Unterricht in zwei Sprachniveaus an: Deutsch für Muttersprachler (EN1) und Deutsch für Zweitsprachler (EN2). Die Aufteilung in Sprachniveaus wird von der ersten Grundschulklasse (11ème) bis zur Terminale durchgängig praktiziert. (siehe Tabelle) Dabei besteht für EN2-Schüler, die sprachlich besonders zügig vorankommen, bei entsprechender Empfehlung ihres Lehrers bis zum Ende der 2nde die Möglichkeit, ins EN1 zu wechseln.
Erwünschte außerschulische Fördermaßnahmen:
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Pflege der deutschen Sprache in den Familien - eine Selbstverständlichkeit, die keine ist.
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Regelmäßige Aufenthalte längerer Dauer in Deutschland
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Angebote deutscher Medien nutzen: Bücher, Filme, Fernsehen, Hörspiele, Lernspiele am PC, Internet, Kinderzeitschriften
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Deutschsprachige soziale Kontakte schaffen: Treffen mit Freunden, Besuch aus Deutschland, Au-pair aus Deutschland
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Wahrnehmen des deutschsprachigen Kulturangebots im Umfeld der Schule
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