Lesung: Gudrun Mebs

Schüler und Schülerinnen der 5. Klassen schreiben über die Begegnung mit Gudrun Mebs

Am Donnerstag, den 2. Oktober 2008, sind wir um 9 Uhr in einen Raum im Kindergartengebäude gegangen. Die meisten Kinder waren schon da. Als wir uns gesetzt haben, hat Frau Mebs von ihrem Leben erzählt, und wir haben Fragen gestellt. Danach hat sie uns aus ihrem Buch „Sonntagskind“ vorgelesen. In dieser Geschichte ging es um ein Waisenkind, das am Ende adoptiert wurde.

Gudrun Mebs lebt manchmal in München und manchmal in Italien. In München hat sie ein unordentliches Arbeitszimmer, in dem sie aber nicht ihre Bücher schreibt. Ihre Bücher schreibt sie an einem groβen Tisch in der Küche. Dort befindet sich eine Schreibmaschine und eine Kerze. Die Vorhänge sind während der Arbeit geschlossen, damit sie sich nicht von den Vorgängen drauβen  ablenken lässt. In Italien hat sie sieben Katzen. Gudrun Mebs hatte ursprünglich vor, nach Frankreich zu ziehen, aber ihr Mann wollte nach Italien.
Gudrun Mebs wollte Schauspielerin werden. Sie verlieβ die Schule ohne Abitur und arbeitete zehn Jahre lang als Schauspielerin. Anschlieβend war sie ein schreckliches Jahr lang an einer Zirkusschule in Paris.

Die Idee, Bücher zu schreiben, kam an einem regnerischen Tag. Da sie nicht raus konnte, wurde ihr sehr langweilig. Sie wollte lesen (als Kind hat sie immer sehr viel gelesen), aber sie hatte ihre Bücher schon alle gelesen. Da hat sie sich einfach an ihren Küchentisch gesetzt und hat geschrieben. So entstand ihr erstes Buch mit dem Namen: „Geh nur, vielleicht triffst du einen Bären“.
Bis jetzt hat sie ungefähr fünfundzwanzig Bücher geschrieben, die sie jeweils etwa sechs Monate Arbeit gekostet haben. Seit achtundzwanzig Jahren schreibt sie jetzt Kinderbücher. Gudrun Mebs reist viel und gern, ihre letzte Reise war zu uns ans Lycée International in Saint-Germain-en-Laye in Frankreich. Ich hoffe, es hat ihr bei uns gefallen!
                                                                                                                          Vito Eckhardt

Gudrun Mebs

Gudrun Mebs ist in Frankfurt geboren. Sie lebt in München in einem grauen Haus im 5. Stock. Die meiste Zeit verbringt sie aber in der Toskana mitten in Italien. Sie hat dort ein Haus. Da hat sie sieben Katzen und ab und zu kommt ein Fuchs vorbei. Sie hat einen Mann. Aber dafür hat sie keine Kinder. Sie ist eine fitte Frau. Sie hat ganz früh angefangen Schauspielerin zu lernen. Es war nämlich ihr Traumberuf. Sie hat auch ein Jahr in einer Zirkusschule in Paris Seillaufen gelernt. Sie sagte: „Das Training war von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends mit einer halben Stunde Mittagspause. Zu essen gab es eine Zitrone und ein halbes Blatt Salat.“

Jetzt ist sie aber Schriftstellerin und sie hat schon cirka 25 Bücher geschrieben. Sie schreibt nur Kinderbücher, weil ihr für Erwachsene nichts einfällt. Ein Buch dauert bei ihr sechs Monate. Zum Arbeiten macht sie immer die Gardinen zu, aber sie hat nicht immer Lust zu arbeiten. Sie schreibt sehr schöne Bücher und es hängt auch immer ein bisschen mit ihr zusammen. Ich fand die Lesung toll und würde gerne auch mal ein Buch von ihr lesen.
                                                                                                                         Jonas Jütting

Meine Meinung über die Lesung

Man sah, dass sie Schauspielerin war, weil sie viel gelacht hat. Sie las auch gut vor. Sie ließ sogar manchmal das Buch liegen und sprach einfach weiter. Es war echt super, sie kennen zu lernen.
                                                                                                                      Alexander Manai

 

Aus dem Arbeitsleben einer Schriftstellerin

Erst stellte sie sich vor und beschrieb ihre Wohnung. Sie ist klein und unordentlich. In der Küche steht ein riesiger Schreibtisch. Das ist ihr Arbeitstisch.

Jeden Morgen steht sie um sieben Uhr auf, zieht sich an und trinkt vier Tassen Kaffee. Dann steigt sie fünf Stockwerke herunter, denn ihre kleine Wohnung ist im fünften Stock eines Hochhauses. Dann geht sie spazieren. Anschließend steigt sie alle fünf Stockwerke wieder rauf, macht die Vorhänge der Küche zu, zündet eine Kerze an und schreibt, wenn ihr etwas einfällt. Wenn nicht, bleibt sie trotzdem sitzen. Es könnte ihr ja etwas einfallen.

Mittagessen – meistens Nudeln -, dann noch einen Spaziergang. Hinterher geht sie in die Küche, macht die Vorhänge zu und die Kerze an. Noch mal schreiben oder warten.
Abendessen.
                                                                                                                       Léonie Litzka