|
 Am 24. November durfte die Deutsche Abteilung sich glücklich schätzen, mit Daniel Kehlmann einen der derzeit wohl bekanntesten deutschen Schriftsteller zu einer Lesung empfangen zu dürfen. Mit viel Vergnügen lasen die Schüler im Vorfeld sein Buch „Die Vermessung der Welt“ und genossen anschließend das geistreiche Gespräch mit ihm. Hier ein kurzer Eindruck einer Schülerin.
 „Die romantische Zeit der Wissenschaft ist vorbei …“, so antwortete Daniel Kehlmann auf die Frage eines Schülers, was er von der heutigen Wissenschaft halte. Humorvoll, wie wir ihn schon durch sein Buch „Die Vermessung der Welt“ erlebt hatten, gab er Auskunft über seinen Bestseller-Roman und über sich selbst.
„Ein Lottogewinn“ sei der Erfolg, ein reines Missverständnis. Wie bei vielen, habe es sich bei diesem Roman um ein Experiment gehandelt, eine freie Zusammensetzung aus Fakten und Fiktion. Er sei deshalb auf keinen Fall für eine sachliche Wiedergabe der Geschichte zu halten! Daniel Kehlmann betonte, er habe sich erlaubt, mit den gesammelten Fakten zu spielen und viel Kompositorisches in die Erzählung mit einzubauen, natürlich unter Beachtung des geschichtlichen Hintergrunds.
Er las uns außerdem einen Ausschnitt seines nächsten Experiments vor, mit dem er seine Leser aufs Neue auf die Probe stellen wollte.
Daniel Kehlmann ist ein geborener Schriftsteller, er habe nie einen anderen Beruf gehabt, vertraute er uns an, und habe auch nie einen anderen gewollt. Jeder Romananfang ist für ihn eine neue, schwierige Herausforderung. Woher er seine Inspiration bekommt, weiß er selbst nicht immer, „Ideen kämen ständig, doch taugten sie meistens nichts…“.
Aileen Legre
|